Netzbetreiber: Noch sind es vier!

Viele Handynutzer wissen gar nicht, welches Netz ihr Anbieter nutzt. Oft wird das von den Gesellschaften auch nur widerwillig preis gegeben, einige nutzen auch mehrere Netze. Wirbt das Unternehmen aber nicht explizit mit D-Netz-Qualität, nutzt er aber wohl die Netze von E-Plus und O2, denn die Netzabdeckung ist dünner.

Sicher ist aber: Jeder Mobilfunkanbieter nutzt eines von aktuell noch vier Netzen. Ihre Zahl könnte sich durch eine Fusion von E-Plus und O2 aber bald auf zwei reduzieren.

Bestes Netz: Netzbetreiber T-Mobile (D1)

1991 nahm die Deutsche Bundespost das D1-Netzes zunächst versuchsweise in Betrieb und startete 1992 mit dem Regelbetrieb. Heute gehört es nach wie vor zur Bundespostnachfolgerin Deutsche Telekom.

Die Netzabdeckung ist im D1-Netz die Beste, nicht zuletzt weil die beiden D-Netze im GSM-Frequenzbereich 900 senden, wo die Reichweite höher ist als im GSM-1800-Bereich der E-Netze. Trotzdem ist die Zahl der Sendemasten höher, weshalb man im D1-Netz fast immer Empfang hat.

Zur Familie gehören auch ein UMTS- und ein LTE-Netz. Auch hier ist die Netzabdeckung höher als bei den Konkurrenten. Das Telekom-Netz ist damit akutell das leistungsstärkste und zuverlässigste Netz. Trotzdem bieten nur verhältnismäßig wenig unabhänige Mobilfunkgesellschaften Zugang. Das unserer Meinung nach beste Angebot macht T-Mobil selbst, allerdings nicht direkt sondern über seine Mobilfunkttocher Congstar.

congstar

Netzbetreiber Vodafone (D2)

Parallel zum D1-Netz der deutschen Bundespost ging 1992 das Telefonnetz von Mannesmann Mobilfunkt an den Start, eigentlich einem Unternehmen der Schwerindustrie. 2000 wurde der Konzern von der britischen Vodafone Group übernommen.

Vodafone beteiligte sich auch beim Aufbau der UMTS- und LTE-Netze. Sowohl beim GSM- als auch bei den beide neueren Netzen gilt das Unternehmen als engster Rivale der Deutschen Telekom, die Netzabdeckung und –qualität liegt meist geringfügig niedriger als bei den Konkurrenten.

vodafoneshop.de

Netzbetreiber E-Plus und O2 (E-Netze)

Zwei Jahre nach den beiden D-Netz-Betreibern startete 1994 E-Plus als dritter Mobilfunkanbieter, 1997 kam VIAG Interkom dazu, heute eine Tochter der des ehemaligen spanischen Monopolisten Telefonica unter dem Namen O2.

Beide Unternehmen betreiben auch ein UMTS-Netz, nur O2 baut aber auch ein LTE-Netz auf.

Die Netzabdeckung ist dünner als bei den beiden älteren Konkurrenten, was im GSM-Netz auch daran liegt, dass die beiden überwiegend im Frequenzbereich um 1.800 Megahertz senden, wo die Reichweite geringer ist als im Bereich um 900 Megahertz. Hinzu kommt, dass sie trotzdem auch weniger Sendeanlagen betreiben als die Konkurrenten. Auch im UMTS- und im Falle von O2 im LTE-Netz gilt die Netzabdeckung als geringer. Deshalb nutzen vor allem preisgünstige Anbieter oft diese Frequenzen.

Besser als ein Vertrag bei O2 oder E-Plus direkt ist aber einer bei BASE. Das Unternehmen gehört wie E-Plus zum Imperium der Koninklijke KPN, dem privatisierten Telekommunikationsbereich der ehemals staatlichen niederländischen Post.


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