Firefox OS

Firefox kennt man bisher vor allem als Browser. Doch jetzt will die Mozilla Stiftung unter dem Namen Firefox OS auch ein neues Betriebssystem etablieren. Es basiert auf dem offenen Betriebssytem Linux und soll auch sonst offener sein als Android, Windows oder iOS.

Herausgekommen ist ein gutes Betriebssystem, das durch seine schlanke Architektur auch auf günstigeren Geräten gut zu betreiben ist. Für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer ist es ideal, für Vielsurfer dagegen nur mit Einschränkungen zu empfehlen. Warum, lesen Sie in den folgenden Kapiteln.

  • Aufbau
  • Besonderheiten
  • Sicherheit
  • Anwendungen
  • Imagefaktor
  • Fazit: Wer Firefox OS nutzen sollte und wer nicht
  • Aufbau: Linux-Basis

    Firefox OS ist ein quelloffenes (Open Source) Betriebssystem, das auf dem freien Betriebssystem Linux basiert. Die Funktionsweise ist vereinfacht gesagt an die eines Webbrowser angelehnt. Wie auch der Firefox Browser nutzt auch Firefox OS die Laufzeitumgebung Gecko für die Darstellung von Inhalten. Die Software ist frei zugänglich und der Quellcode einsehbar.

    Alle Anwendungen auf Firefox OS sind HTML-basiert. Oft laufen auch nur kleine Teile der App auf dem Smartphone oder Tablet, der größte Teil dagegen online. Auch auf HTML-Basis lassen sich allerdings offline nutzbare Anwendungen schreiben, viele Apps sind also auch ohne Netz funktionsfähig.

    Besonderheiten: Nur HTML-basierte Apps

    Die gewählte Struktur macht das Betriebssystem schlank. Außerdem lässt es sich auch mit sehr preiswerten Geräten nutzen. Das macht es nicht nur in Schwellenländern attraktiv, sondern vor allem auch für Wenignutzer interessant. Auch wer vor allem Angebote wie Nachrichtenseiten, Fahrplanauskünfte oder Soziale Netzwerke nutzt, fährt gut mit Firefox OS, denn hier sind viele Apps ohnehin vor allem bessere Links.

    Firefox Apps sollen auch auf anderen Betriebssystemen wie Android oder Windows Mobile laufen können. Weil sie auf HTML basieren, können sie mit dem Firefox Browser  aufgerufen werden.

    Sicherheit: Beweis steht noch aus

    Offene Betriebssysteme gelten als besonders sicher, weil viele Nutzer den Quelltext einsehen und auf Fehler aufmerksam machen können. Ob Firefox OS wirklich ein besonders sicheres Betriebssystem ist, muss sich aber erst beweisen. Apple beispielsweise sieht sich gerade durch sein extrem geschlossenes System im Vorteil. Weil Apps nur über Apples Store gekauft werden können, sollen Schadprogramme es besonders schwer haben.

    Anwendungen/Apps: Noch kleine Auswahl

    Bisher ist die Auswahl an Anwendungen noch sehr begrenzt. Es sollen aber schnell mehr werden. Apple oder Android wird man zwar so schnell nicht einholen können, weil für Firefox OS geschriebene Apps aber mit Hilfe des Firefox-Browsers auch auf anderen Betriebssystemen laufen können, ist für Entwickler attraktiv Anwendungen zu schreiben.

    Image: Großer Name

    Firefox OS ist ein freies Betriebssystem. Anders als bei der Konkurrenz von Windows, Android und iOS (Apple) profitiert von der Nutzung auch kein Großkonzern. Entwickelt wurde das Betriebssystem von der Firefox Corporation, die wiederum zur Firefox Foundation gehört, einer gemeinnützigen Stiftung. Ein Jutetaschenimage muss aber niemand fürchten, dafür ist der Name Firefox zu bekannt.

    Fazit: Für wen das richtige Betriebssystem

    Von dem neuen Firefox OS profitieren vor allem Wenignutzer, denn das Betriebssystem läuft auch auf weniger leistungsstarken Handys problemlos. Allerdings sind die Offline-Funktionalitäten gegenüber anderen Smartphones etwas eingeschränkter und die App-Auswahl ist bisher noch recht eingeschränkt.

    Wirklich abraten kann man aber auch den Vielsurfern von Firefox OS nicht, zumal die Unabhängigkeit von den großen Internetkonzernen wie Google und Apple ein Pluspunkt für jeden Nutzer ist.