Firefox OS soll Panasonic TVs smarter machen

Firefox OS soll nicht nur Handys smarter machen, sondern jetzt auch die Fernseher von Panasonic. Laut einem Artikel des Technik-Blogs Techcrunch haben Mozilla und der japanische Elektrokonzern auf der International Consumer Electronic Show (CES) Las Vergas ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben.

Damit geht der Wettbewerb zwischen den Fernsehherstellern in eine neue Runde. Auf der Elektronikmesse in Las Vegas hatte zuvor schon Philips den Einsatz von Android angekündigt, LG den von WebOS. WebOS wurde ursprünglich als Nachfolger von Palm OS konzipiert, dem Betriebssystem jener Minicomputer, die wichtige Männer und Frauen mit sich herum schleppten, bevor es Smartphones und Tablet PCs gab. Doch trotz guter Noten von Nutzern und Testern scheiterte das Betriebssystem und wird nun für Smart TVs recycelt.

Messestand Panasonic CES

Auf der CES in Las Vegas haben Panasonic und Mozilla ihre Kooperation bekannt gegeben, Firefox OS soll auch auf den Smart TVs von Panasonic eingesetzt erden. Foto: Doug Cline


Beide Seiten hoffen vor allem auf HTML5. Mozilla will HTML5-Apps bekannter und attraktiver machen. Bisher gibt es für Firefox OS nur wenige Apps und viele Nutzer greifen aus diesem Grund lieber zu Geräten mit Android oder iOS. Die Kooperation mit Panasonic soll hier helfen.

Der Fernseher der „nächsten Generation“ (Eigenwerbung Panasonic) soll „voll kompatibel zu Web-Technolgien und HTML5-Standards“ werden. Welche Funktionen angeboten werden sollen, ist aber noch offen. Bisher steht nur fest, dass die elektronische Programmübersicht (EPG) künftig auf HTML5 basieren soll.

Ein Durchbruch dürfte die Kooperation für Mozilla wohl nicht sein, kaum vorstellbar, dass jetzt tausende von Apps für HTML5 geschrieben werden. Mehr darf man sich da sicher von Samsung erwarten, dass zwar nicht Firefox OS nutzen will, aber für sein selbst entwickeltes Betriebssystem Tizen auch HTML5-Apps nutzen will. Auf der Mozilla-Website war auch heute Abend noch keine Pressemitteilung zu finden, offenbar misst man dem Thema selbst keine besonders große Bedeutung zu.

Fotos in diesem Beitrag: Doug Cline (1), veröffentlicht unter creativ commons Lizenz

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