Alcatel One Touch FIRE Test

Bereits seit rund einem Monat besitze ich nun ein Alcatel One Touch FIRE mit Firefox OS. Zeit für einen Testbericht. Das wichtigste vornweg: Ich bin mit dem Handy zufrieden, wer nur hin und wieder mal eine Whatsapp-Nachricht oder SMS schreiben, Zugverbindungen nachsehen, bei Spiegel Online die aktuellen Nachrichten lesen oder bei Wikipedia etwas nachschlagen will, erhält für wenig Geld ein zuverlässiges Mobiltelefon. Mit leistungsfähigen Smartphones wie dem iPhone oder dem Samsung Galaxy kann das Gerät aber nicht mithalten. Dafür ist es googlefrei, billig und überrascht mit einer langen Akkulaufzeit.

Dieser Testbericht bezieht sich nur auf das Mobilfunkgerät, nicht auf das Betriebssystem. Einen Firefox OS Testbericht gibt es in Kürze.

Bild 1 zum Alcatel One Touch FIRE Test

Zum Paket gehören neben dem Handy noch ein Ladegerät mit Micro-USB-Kabel, Headset und eine Kurzanleistung. Akku und SC-Karte sind natürlich auch dabei. Foto: John Karakatsanis

Alcatel One Touch FIRE Test in Stichpunkten

  • Sehr guter Preis
  • Solide Verarbeitung
  • Gut lesbares Display
  • Bedienbarkeit über Touchscreen mit Schwächen
  • Enttäuschende Kamera
  • Elegantes Design
  • Gute Akkuleistung
  • Keine unverschlüsselten Daten

Auf den ersten Blick

Der erste Eindruck ist gut. Das Handy sieht nicht so edel aus wie ein iPhone, aber auch nicht billig. Es liegt gut in der Hand und ist mit 108 Gramm nicht zu schwer. Mit Grün und Orange gibt es das Telefon nur in eher knalligen Farben, aber durch die weiße Front wirken beide nicht zu bunt.
Die Verarbeitung ist solide, nichts wackelt oder ruckelt. Die Rückseite aus Plastik wirkt auf den ersten Blick etwas schwächlich, sitzt aber dann doch wie angegossen.

Die technischen Daten im Überblick

    Farbe: Orange oder Grün, jeweils mit weißer Front
    Type: Touchscreen
    Maße: 115×62,3×12,2 mm
    Gewicht: 108 g
    Standbyzeit: 280 h
    Bildschirmdiagonale: 3,5 Zoll (8,9 cm)
    Sprechzeit: 180 min
    Auflösung: 320×480 Pixel (262.144 Farben)
    Prozessor: 1.0 GHz Qualcomm-Prozessor MHz
    SIM-Kartentyp: Hybrid-SIM
    SD-Card: 2 GB
    Kamera: 3,2 Megapixel (ohne Blitz)

Der Bildschirm

Der Bildschirm ist 3,5 Zoll Bildschirmdiagonale (8,9 cm) groß. Die Anzeige ist zwar nicht sehr gut, aber doch gut, was bei einem Smartphone unter 100 Euro keineswegs selbstverständlich ist. Ein Schwachpunkt ist allerdings der Touchscreen, der bei Spielen manchmal zu schwerfällig reagiert. Im normalen Betrieb, also beim Telefonieren, Simsen oder Surfen fällt das allerdings kaum auf.

Handy mit eingeblendeter Wähltastatur

Kaum zu glauben, aber mit dem Alcatel One Touch FIRE kann man auch telefonieren. Foto: John Karakatsanis

Im Alltagsbetrieb

Ich nutze das Alcatel One Touch FIRE sowohl zuhause, um dort mal schnell was nachzuschlagen, ohne den Rechner hochzufahren, als auch unterwegs. Der Wechsel vom WLAN zu 3G funktioniert problemlos, auch der Empfang ist in Ordnung. An Stellen, an denen ich keinen Zugriff mehr auf das WLAN habe, habe ich im Regelfall auch mit dem Notebook keinen Empfang mehr.

Hin und wieder merkt man, dass der Prozessor nicht mit denen in teureren Geräten mithalten kann, wer aber nur wenig spielt oder Spiele verwendet, die wenig Rechenleistung brauchen, wird damit kaum Probleme haben. Hinzu kommt, dass Firefox OS generell weniger Rechenkapazität braucht als Android und iOS. Das macht sich auch beim Akku positiv bemerkbar, wo Android-Geräte jeden Tag an die Steckdose müssen, hält das Alcatel One Touch FIRE mehrere Tage durch, auch wenn das weniger eine Stärke des Geräts als des Betriebssystems is.

Telefonieren und SMS versenden geht gut, die Sprachqualität ist besser als bei meinem Festnetztelefon. Gut ist auch, dass das Firefox Handy keine unverschlüsselten Daten sendet.

Die Kamera im Test

Die Kamera ist die größte Enttäuschung bei meinem Alcatel One Touch FIRE Test. Dass der Prozessor weniger leistungsfähig ist als der eines Apple iPhone und der Touchscreen manchmal bei Spielen zu langsam reagiert, war beim Preis von unter 100 Euro zu erwarten. Ein iPhone 5 kostet immerhin fast 700 Euro und damit mehr als das siebenfache des Firefox OS Handys. Doch bei der Kamera schlagen auch kostengünstigere Modelle die des Alcatel. Einen Blitz hat die Kamera ebenso wenig wie einen Autofocus, ein Ersatz für eine Kompaktkamera ist das Handy nicht. Verwendbar ist sie lediglich für Schnappschüsse, ähnlich wie Einwegkameras.

Fazit: Ein Telefon für über 30-Jährige

Das Alcatel One Touch FIRE ist kein Wundertelefon, dass für 90 Euro das bietet, was bei Apple fast 700 Euro kostet, bietet aber für rund 90 Euro erstaunlich viel. Smartphone-Junkies dürften an dem Handy keinen großen Gefallen finden, für anspruchsvolle Spiele ist es ungeeignet. Wer aber nur kommunizieren (SMS, Telefon, Whatsapp, Facebook, etc.) will und hin und wieder etwas surfen um beispielsweise Spiegel Online oder die Lokalzeitung lesen oder einen aktuellen Fahrplan abrufen will, der erhält viel Handy für sehr wenig Geld. Ein großes Plus ist außerdem die lange Akkulaufzeit und es ist googlefrei. Ich nutze das Telefon mit dem Tarif Smart S von Congstar für 6,99 Euro pro Monat und komme damit ohne Zusatzkosten aus.

Mehr Informationen zum Tarif und zum Handy gibt’s bei Congstar.

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Hinweis: Der Alcatel One Touch FIRE Test untersucht ausschließlich das Handy, einen Testbericht zum Betriebssystem veröffentliche ich in Kürze.

Alle Fotos auf dieser Seite: John Karakatsanis. Weiterverwendung bei Namensnennung und Weitergabe bei gleichen Rechten erlaubt. Mehr Informationen zur Lizenz hier.